Warum trotz L-Thyroxin weiterhin Beschwerden bestehen können
Viele Menschen mit Hashimoto nehmen bereits Schilddrüsenhormone ein – und fühlen sich dennoch nicht vollständig gesund.
Vielleicht kennen Sie das selbst: Sie nehmen L-Thyroxin, Ihre Blutwerte liegen im Referenzbereich – und dennoch bleiben Beschwerden bestehen. Trotz „normaler Werte“ fühlen Sie sich weiterhin müde, erschöpft oder nicht belastbar.
Wenn Laborwerte normal sind, Beschwerden aber bleiben
Die Behandlung konzentriert sich häufig darauf, fehlende Hormone zu ersetzen.
Das geschieht meist durch L-Thyroxin.
Trotzdem kann es sein, dass Sie weiterhin Beschwerden bemerken, zum Beispiel:
anhaltende Müdigkeit
Brain Fog
Konzentrationsprobleme
Kälteempfindlichkeit
Verdauungsprobleme
Diese Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und bleiben manchmal auch dann bestehen, wenn Ihre Laborwerte im Referenzbereich liegen.
Die Umwandlung von T4 in T3
L-Thyroxin enthält das Hormon T4.
Damit es wirken kann, muss es in das aktive Hormon T3 umgewandelt werden.
Diese Umwandlung findet unter anderem statt:
in der Leber
im Darm
in den Nieren
Wenn diese Prozesse beeinträchtigt sind, können weiterhin Beschwerden bestehen. Das kann einer der Gründe sein, warum Sie sich trotz scheinbar ausreichender Versorgung mit Schilddrüsenhormonen weiterhin nicht wohlfühlen.
Zusätzlich kann unter bestimmten Umständen vermehrt sogenanntes Reverse T3 (rT3) gebildet werden. Dieses inaktive Hormon blockiert teilweise die Wirkung von aktivem T3. Auch das kann dazu beitragen, dass trotz ausreichender T4-Versorgung weniger aktives T3 zur Verfügung steht.
Begünstigende Faktoren können unter anderem sein:
anhaltender Stress
Entzündungen, zum Beispiel im Darm
Infektionen
Nährstoffmängel
Auch eine unzureichende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen kann die Umwandlung beeinflussen. Dazu gehören insbesondere:
Selen
Eisen
Zink
Jod
Fazit
Auch wenn L-Thyroxin ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist, bleibt Hashimoto eine komplexe Erkrankung.
Wenn Symptome bestehen bleiben, kann es sinnvoll sein, den Körper umfassender zu betrachten. Neben der Hormoneinstellung spielen häufig auch Darmgesundheit, Nährstoffversorgung und Stress eine wichtige Rolle.
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