Hashimoto Symptome verstehen – was bei Hashimoto im Körper passiert

Frau sitzt erschöpft auf dem Sofa und hält sich den Kopf – typische Hashimoto Müdigkeit

Typische Hashimoto Symptome – warum Sie sich oft lange unverstanden fühlen

Vielleicht haben Sie vor Kurzem die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis erhalten und fragen sich nun, was genau in Ihrem Körper passiert.

Viele Betroffene erleben zunächst eine große Verunsicherung. Häufig treten Hashimoto-Symptome auf wie anhaltende Müdigkeit, starke Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme. Besonders die sogenannte Hashimoto-Müdigkeit wird von vielen Betroffenen beschrieben.

Manche Menschen berichten auch über ein „vernebeltes“ Gefühl im Kopf – den sogenannten Brain Fog bei Hashimoto.

Darüber hinaus berichten viele Betroffene über weitere mögliche Hashimoto-Symptome wie:

Kälteempfindlichkeit

Gewichtszunahme

hormonelle Veränderungen

Konzentrationsprobleme

innere Anspannung oder Nervosität

Nicht selten fragen sich Betroffene deshalb, warum sie sich trotz Diagnose und Behandlung weiterhin so erschöpft fühlen.

Was bei Hashimoto im Körper passiert

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Dabei greift das Immunsystem körpereigene Schilddrüsenzellen an.

Durch diese Autoimmunreaktion kommt es langfristig zu einer schrittweisen Zerstörung von Schilddrüsengewebe.

Viele Menschen wissen jedoch nicht, dass Hashimoto häufig nicht direkt mit einer Schilddrüsenunterfunktion beginnt.

Gerade zu Beginn kann es zu entzündlichen Schüben kommen. Dabei werden gespeicherte Schilddrüsenhormone freigesetzt. Diese Phase wird auch Hashitoxikose genannt und kann Symptome einer Überfunktion verursachen, zum Beispiel:

Herzklopfen

innere Unruhe

Nervosität

Schlafprobleme

Hitzegefühle

Erst im weiteren Verlauf entwickelt sich häufig eine Schilddrüsenunterfunktion bei Hashimoto-Thyreoiditis.

Warum Hashimoto so unterschiedliche Symptome verursachen kann

Die Schilddrüse beeinflusst zahlreiche Prozesse im Körper.

Schilddrüsenhormone steuern unter anderem:

den Energie- und Stoffwechsel

die Körpertemperatur

das Nervensystem

den Hormonhaushalt

das psychische Wohlbefinden

Hashimoto entsteht meist durch mehrere Faktoren

Nach heutigem Wissensstand entsteht Hashimoto durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Genetische Veranlagung
Bei vielen Betroffenen gibt es eine familiäre Häufung.

Stress und belastende Lebenssituationen
Lang anhaltender Stress kann Hormonsystem und Immunsystem beeinflussen.

Darmgesundheit und Immunsystem
Der Darm spielt eine zentrale Rolle für das Immunsystem.

Nährstoffversorgung
Wichtige Nährstoffe sind:

  • Selen

  • Zink

  • Eisen

  • Vitamin D

  • Jod

Was ich in meiner Praxis häufig erlebe

Viele Patientinnen und Patienten haben bereits eine lange medizinische Abklärung hinter sich.

Dennoch bleiben Beschwerden wie Müdigkeit, Brain Fog oder Konzentrationsprobleme bestehen.

Ein ganzheitlicher Blick kann neue Perspektiven eröffnen

Hashimoto ist eine komplexe Erkrankung, bei der häufig mehrere Faktoren zusammenwirken.

Wenn Sie zusätzlich unter Blähungen oder Verdauungsproblemen leiden, kann es sinnvoll sein, auch den Zusammenhang zwischen Hashimoto und Darmgesundheit näher zu betrachten.

In den nächsten Artikeln gehe ich genauer darauf ein, warum Sie zusätzlich Verdauungsprobleme entwickeln können und weshalb Symptome manchmal trotz der Einnahme von L-Thyroxin bestehen bleiben.

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